Uverschutzverband
UTB
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ABGESCHLOSSENE PROJEKTE (Auswahl)

 

Trockenmauern am Pilgerweg Beatushöhlen

Der Pilgerweg (Jakobsweg) führt unterhalb der Beatushöhlen durch steiles Gelände, von diversen Mauern gesäumt. Diese z.T vermörtelten oder im Trockenmauerbau erstellten Böschungssicherungen sind vielerorts am Zerfallen. Das Gelände ist stark begangen, einerseits von Besuchenden der Höhle und andererseits von Pilgern.

Der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee ist Trägerschaft des Projektes Treffpunkt Pilgerweg, welches ökologische und gestalterische Aufwertungsmassnahmen entlang des Pilgerweges zum Ziel hat. Im Rahmen dieses Projektes hat der UTB mit finanzieller Unterstützung von Lotteriefonds, ASTRA, FLS und der Regionalkonferenz Oberland Ost vier Mauerabschnitte saniert. Die Beatushöhlengenossenschaft hat sich mit Material und Eigenleistungen am Projekt beteiligt.

      

Das Resultat ist sehenswert und lohnt einen Besuch: Die in hoher Qualität sanierten Mauerabschnitte fügen sich sehr schön in das Gesamterscheinungsbild der Wegabschnitte ein. Dank der Trockenbauweise übernehmen sie auch ökologische Funktionen. 


Renaturiertes Marchgräbli und Grüner Baggerführer

Im November 2016 besichtigte der UTB Vorstand der Unterlauf des Marchgräbli, welcher im 2016 auf Anregung des UTB renaturiert wurde. Der Marchgraben liegt zwischen den Gemeinden Ringgenberg-Goldswil und Interlaken und läuft in den Aarekanal. Die Sohle des Gräbleins wurde abgesenkt, damit Fische von der Aare her einwandern können, der Uferbereich wurde mit Ast- und Steinhaufen naturnah gestaltet und neue Tümpel für die vom Aussterben bedrohte Amphibienart Gelbbauchunke wurden angelegt. Ruedi Feuz vom lokalen Hoch- und Tiefbauunternehmen Nufer Anderegg BAU AG war als Maschinist bei der Umsetzung beteiligt. Für seine gelungene Arbeit wurde er mit dem Preis "Grüner Baggerführer 2016" honoriert. Der Renaturierungsfonds des Kantons Bern vergibt die Auszeichnung jährlich an Bauleute, die durch ihre Arbeit wesentlich zum Gelingen von Aufwertungsmassnahmen beitragen. Wir gratulieren Robert Feuz herzlich zu dieser Auszeichnung!

 

Eine Infotafel orientiert Passanten über das Renaturierungsprojekt.

 

            

April 2016, unmittelbar nach der Renaturierung.

November 2016, bereits ein halbes Jahr nach den Bauarbeiten ist die Projektfläche bereits begrünt und mit Schilf zugewachsen.


Ökologische Aufwertung Trockenstandort Herzogenacher

Ziel ist, die ehemals im Trockenstandort Herzogenacher vorgekommenen Orchideenarten zu fördern und mit einer gezielten Beweidung die spezielle Flora der Trockenstandorte zu etablieren.

Dazu wurde der ehemalige Trockenstandort unter der Trägerschaft vom Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee entbuscht. Synergien ergeben sich mit dem benachbarten Rebberg, welcher in aufwändiger Handarbeit entbuscht, erschlossen, neu gepflanzt und nun bio-dynamisch bewirtschaftet wird. Skudden-Schafe beweiden sowohl den Rebberg wie auch den Trockenstandort und gewähren so eine schonende Nutzung. Zum Bekämpfen der Brombeeren werden Ziegen eingesetzt.

Interessant ist, dass gegen Ende des 18 Jahrhunderts im Herzogenacher bereits Reben kultiviert wurden. Nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung verbuschte das Gebiet mit den Jahren und hätte sich zu Wald entwickelt, wenn die Fläche nicht wieder entbuscht worden wäre. Solche Kulturflächen weisen eine grosse Artenvielfalt auf, sind aber wegen ihrer Steilheit sehr aufwändig zu bewirtschaften.

Trägerschaft: UTB

Finanzierung:  Ökofonds Energie Thun

Trockenstandort

Trockenstandort - Nach dem Entbuschen, Oktober 2015

Rebberg

Rebberg - Erste gepflanzte Reben, Juli 2015

Fotos: ®Anita Knecht


Aufwertung Naturschutzgebiet Jägglisglunte

Foto: ®Matthias Meyer, KWO

Auf Anregung einiger seiner Mitglieder hat der UTB dem Büro IMPULS AG eine Analyse vom NSG Jägglisglunte in Auftrag gegeben. Die Frage lautete: Wie kann der ökologische Wert des Gebietes verbessert werden? Gleichzeitig wurde von Fischereikreisen eine Studie (Auftragnehmer: Ingenieurbüro Mätzener und Wyss) angeregt, welche klären sollte, ob und wie eine Mehrzufuhr von Wasser vom Oltschibach in die Jägglisglunte möglich ist. Diese Studie wurde vom Renaturierungsfonds finanziert. Link zu weiteren Informationen.
Zeitungsbericht »


 Projekt „Neubau Hide“ (Beobachtungsturm, -versteck)

 

Foto: ®Peter Zingg, UTB

Das Projekt sah vor, die bestehende und baufällige Aussichtsplattform am Seeufer durch einen zeitgemässen Neubau zu ersetzen. Sehschlitze in verschiedenen Höhen ermöglichen das Beobachten der Tiere im Uferbereich, ohne diese zu stören. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen.


Aufwertung Naturschutzgebiet Gwattlischenmoos

Foto: ®Peter Zingg, UTB

Im Naturschutzgebiet Gwattlischenmoos wurden die Aufwertungsmassnahmen realisiert. Trägerschaft und Grundbesitzer ist die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Thun. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Thun. Der UTB hat sich mit einem finanziellen Beitrag beteiligt und hat bei der Vorabklärung aktiv dazu beitragen, dass das Projekt überhaupt umgesetzt wird.