Uverschutzverband
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NATURSCHUTZGEBIET WEISSENAU

 

Beobachtungsfenster Weissenau

Aktuelle Bilder direkt aus der Weissenau von ®Astrid Oehl, Interlaken

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Die Weissenau ist eine alte Deltalandschaft der Aare und des Lombaches am oberen Ende des Thunersees bei Interlaken. Aare und Lombach sind heute kanalisiert. Das Flachufer zwischen Aaremündung und Neuhaus, wo der Lombach in den See fliesst, besitzt einen nahezu durchgehenden Schilfgürtel, der im Bereich des früheren Aarelaufes besonders breit ist. Dieser Mündungstrichter (Alte Aare) hat teichartigen Charakter. Um 1890 wurde ein Uferweg aufgeschüttet, der die natürliche Zonierung unterbricht. Der Auenwald und die Bepflanzung des Uferweges haben sich in Richtung der Feuchtwiesen ausgedehnt. Quer durch das Ried ziehen stark verlandete, von Gehölzen gesäumte Entwässerungsgräben. Landeinwärts schliessen der Golfplatz und Kulturland an.

 

Seit der Gründung des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee (UTB) im Jahre 1933 bildete die Unterschutzstellung der Weissenau eines der Hauptanliegen des UTB und dessen damaligem Präsidenten Hans Spreng.

Anreise

Eisenbahn bis Bahnhof Interlaken West und von dort zu Fuss der Aare oder dem Schifffahrtskanal entlang (ca. 30 Minuten) oder mit dem Bus ab Bahnhof Interlaken West bis Busstation Neuhaus.

Im Sommer wird die Schiffstation Neuhaus bedient.

Parkplätze



Was ist die Weissenau

„Naturnahe Uferlandschaft mit Schilfflächen, Riedwiesen, Auenwäldern und Gebüschstreifen. Brut-, Rast- und Überwinterungsplatz für Wasservögel. Ein Nebeneinander von Alpin- und Mittellandarten.“

Die Weissenau ist ein Reservat mit Betret-, generellem Fahr-, Bootsfahr- und Fischereiverbot. Erlaubt ist einzig das Begehen des Uferweges.

 

Die Weissenau enthält verschiedene sich überlagernde Schutzgebiete, davon vier Bundesinventare:

  • Bundesinventar der Landschaften u. Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 1508)
  • Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 556)
  • Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 3671)
  • Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 79)
  • Kantonales Naturschutzgebiet (Schutzbeschluss RRB Nr. 1781)

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  • kantonales Waldnaturschutzinventar (Objekt Nr. 593009)
  • Brutgebiet für Wasservögel, Rastplatz Zugvögel, Überwinterungsgebiet nord. Wasservögel(ornithologische Betreuung durch ALA

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  • Archäologische Zone mit der Burgruine Weissenau.

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Dimensionen der Weissenau

Schutzgebietsfläche inkl. Seeanteil heute: 50.54 ha
(Seefläche 27.19 ha, Landfläche 23.35 ha); 560 m.ü.M.

Biologische Eckpunkte

  • 40 Baum- und Straucharten
  • 18 Orchideenarten
  • über 20 Brutvogelarten
  • über 200 mind. einmal im Gebiet nachgewiesene Vogelarten

Geschichte der Weissenau

Ursprung
Deltalandschaft von Aare und Lombach
1890 Aufschüttung Uferweg entlang Seeufer und neue Entwässerungsgräben im Flachmoor
1923 Bemühungen für Schutzgebiet (Heimatschutz Engeres Oberland)
1931 Privatrechtlicher Vertrag für Vogelschutzgebiet zwischen Burgergemeinde Unterseen und der Schweizerischen Gesellschaft für Vogelschutz ALA
1942 Landerwerb von 472 Aren (Uferweg) durch UTB und Dienstbarkeitsvertrag mit Gemeinde Unterseen über weitere 423 Aren (Bauverbot, Schutz vor Veränderungen)
1943 Errichtung eines staatlichen Naturschutzgebietes (16ha) mit Unterstützung des UTB, der zugleich die Aufsicht auf eigenen Kosten zu übernehmen hatte!
1964 Erweiterung Naturschutzgebiet auf 44 ha
1981 Erweiterung Naturschutzgebiet auf 49.7 ha
 

Laufende Projekte

Ersatz Schilfschutzzaun
(Laufende Studie im Auftrag der kant. Abt. Naturförderung)

Abgeschlossene Projekte

1999-2011 Renaturierung Golfplatz und angrenzende Schutzgebiete
Bericht Bossert 2010 »
  Bermudawiese, Renaturierung
Bericht Jungfrauzeitung »
  Aeschenlebensraum, Abschnitt Weissenau
  Ersatzmassnahme Amphibien für Hochwasserschutz Thunersee (Ausbaggerung Seerosenteich)

 

Daueraufgaben

  • Entfernung des am Ufer auflandenden Abfalls und Schwemmholzes (verdriftet über Strömungen und Wind)
  • Erhaltung der Flächen des Wasserschilfes
  • Verbuschung des Flachmoores aufhalten
  • Invasive Neophyten (Goldruten, Asiatische Staudenknöteriche, ...) periodisch entfernen

Freiwilligeneinsätze

Eine sogenannte Uferputzete findet jeweils am letzten Samstag des Monats Februar statt (ab 8.30 Uhr).
Mehr dazu...

Weitere Einsätze zur Entfernung von Schwemmholz im Uferbereich und Neophyten im Flachmoor werden durch den kantonalen Gebietsbetreuer Ruedi Wyss organisiert und geleitet. Interessierte Gruppen können direkt mit ihm Kontakt aufnehmen (ruedi.wyss@vol.be.ch).

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